Das vor ca. 30 Jahren von Harald Ingenhag gegründete Trio CATTLEYA brachte in den Jahren 2000 bis 2007 insgesamt drei CDs heraus, die bei Kritik
und Publikum viel Beachtung fanden. So war „Le temps perdu“, das Debutalbum, seinerzeit CD der Woche im WDR-5-Kulturmagazin Scala, wurde in
der Kulturzeit auf 3 sat vorgestellt und von dem bekannten Jazzredakteur Karsten Mützelfeldt in seiner Sendung mit lobenden Worten bedacht.
Im Jahre 2001 realisierte Ingenhag sein lange vorbereitetes Projekt „Verlorene Zeit“ auf Burg Wilhelmstein, mit insgesamt 10 Musikern und dem
bekannten Sprecher Christian Brückner. Im Januar 2003 folgte dann eine WDR-Produktion im Kölner Stadtgarten, bei der es zur zweiten Aufführung
des Projekts kam. Schließlich kam es im Jahre 2013 noch zu einer dritten Aufführung, die auf die Initiative des renommierten Jazzgitarristen Werner
Neumann zurückging, der, in seiner Eigenschaft als Jazzprofessor an der HMT Leipzig (und früheres Ensemblemitglied bei den beiden ersten Aufführungen
auf Burg Wilhelmstein und im Kölner Stadtgarten war), die Idee hatte, das Projekt mit seinen Studenten aufzuführen.
Das Trio spielt einen Jazz der feinen, lyrischen Art. Leidenschaft und Abgrund, Kompositionen am Rande der Stille, hohe Improvisationskunst, Intensität und Echtheit – und pure Lebensfreude manifestieren sich in dieser Musik. Kompositorische Reife und eine hörbare Gelassenheit. Mit verhaltenen Klängen erzeugt das Trio immer wieder musikalische Hochspannung. – Sinnlich und von dunkler Schönheit.
CATTLEYA präsentiert noch einmal die Musik des vor 25 Jahren erschienenen ersten Albums „Le temps perdu“ in der Originalbesetzung:
Michel Bisceglia – piano
Volker Heinze – bass
Harald Ingenhag – drums
Das Konzert von Cattleya war ein Höhepunkt des diesjährigen Stadtglühen Festivals, zum Weinen schön, und wir mussten das einfach nochmal erlebbar machen – zum Jahresabschluss eine Perle aus unserer Stadt.










